Nur noch 14 Tage!!!
Oh mein Gott!!!!!!!
Mein Austauschjahr rückt in greifbare Nähe und ich bin nervös wie noch nie. Ich habe jetzt fast alle Gastgeschenk besorgt.
Für meinen Gastvater: Einen Bierseidel mit Deutschlandpanorama und einen Aufnäher von Deutschland für seine Pfadfinderuniform
Für meine Gastmutter: Das Kochbuch German Cooking und einen Edelweiß zum selber züchten (die ist aktiv im Garten)
Für meinen Gastbruder: Den gleichen Aufnäher wie ihn der Vater bekommt, eine CD von Rammstein und einen Füller
Für meine Gastschwester: Eine CD von Silbermond, einen Füller und ein Freundschaftsband Deutschland
Für alle zusammen: ein selbstgemachtes Fotobuch und Süßigkeiten
und so langsam, oder besser gesagt so schnell
geht das Abschied nehmen los. am 16.8 ist noch eine kleine Abschiedsfeier geplant und dann gehts schon fast los.
Das wars erst mal für den Moment. Es ist auf alle Fälle ein sehr komisches Gefühl wenn man die ersten Alles Gute Wünsche bekommt.
Visum ist da.
.
Visum beantragen in Frankfurt
Vor ein paar Wochen habe ich die Unterlagen zu Beantragung meines Visums erhalten. Das hieß natürlich erst mal wieder: Formulare ausfüllen. Und heute ging es dann nach Frankfurt, da man das Visum persönlich beantragen muss und es nur 3 Amerikanische Botschaften in Deutschland gibt (abgesehen von McDonalds
). In Frankfurt am Main, in München und in Berlin. Also ging es für mich am 2. Ferientag um 5.45 Uhr raus aus den Federn
damit wir pünktlich um 9.45 in Frankfurt sind. Das hat auch ganz gut geklappt und so stand ich also um halb 10 vor einem riesigen, mit großen Zäunen umgebenen und von Polizisten bewachte, Gebäude: Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika!
Dann hieß es erst mal: Warten. Man steht in einer Schlange um eine Karte zu bekommen und mit dieser Karte darf man sich dann in einer anderen Schlange anstellen. Dann darf man wider anstehen und am Ende immerhin sitzend warten. Das war die Kurzfassung ;)
Also jetzt im Ernst:
Zuerst stellte ich mich an und wartete darauf dass ich an einem Schalter meinen Reisepass und meine Überweisung des Geldes für das Visum vorzeigen durfte. Dann erhielt ich eine Nummer (348), ohne die ich nicht in die Botschaft hineingekommen wäre. Ich habe also in einer weiteren Schlange gewartet und durfte schließlich in den ersten Teil der gigantischen Anlage eintreten. Dort musste ich die üblichen Sicherheitschecks über mich ergehen lassen, bis ich gebeten wurde in das nächste Gebäude zu gehen. Dort musste ich mich hinsetzen und musste warten, dass meine Nummer aufgerufen wurde. Dann ging ich an einen Schalter, wo kontrolliert wurde ob ich alle Unterlagen bei mir hatte (ich hatte zum Glück alles und auch richtig ausgefüllt). Dort musste ich zudem meine Fingerabdrücke abgeben. Danach wartete ich noch einmal bis meine Nummer ein zweites Mal aufgerufen wurde. Dann war mein "Visumsinterview". Das ist jedoch nicht mehr als die Frage nach den Beweggründen und das Ziel der Reise, also alles halb so wild. Der nette Mann an dem Schalter sagte mir noch, dass ich das Visum erteilt bekomme :) und es mir in einer Woche zugeschickt wird.
Dann ging es also wieder nach Hause, obwohl meine Eltern und ich uns zuerst noch den Frankfurter Flughafen angeguckt haben von wo ich ja fliegen werde und dann so lange im Stau standen, dass wir für die rückfahrt mehr als die doppelte Zeit brauchten :(
Seit meinem letzten Bericht habe ich zudem noch öfters mit meine Gastfamilie gemailt und ich habe erfahren, dass sie nach meiner Ankunft zuerst einmal etwas mit mir unternehmen wollen (wandern, campen in den Bergen oder ans Meer fahren. Ich denke dass ich mich fürs Wandern entscheiden werde.
Außerdem habe ich meinen letzten Schultag hinter mir
und ich habe den Brief von meiner Schule erhalten, der mir bestätigt, dass ich in die 12. Klasse vorversetzt werde. Dadurch erhalte ich mein Latinum ohne weitere Prüfung. Im Moment läuft also alles super bei mir.
Noch 54 Tage
DER BRIEF!!!
Es war der 3. Mai 2008. Ich bin wie jeden Samstag spät aufgestanden und zum Mittagessen sind meine Eltern und ich in den Garten gefahren um zu grillen. Also eigentlich ganz normal. Doch als ich um fünf Uhr wieder zu Hause war, war etwas anders als sonst. Denn auf dem Tisch lag der berühmte Umschlag. Und darin befand mich also endlich meine Familie. Ich hab ihn mir erst einfach fünf Minuten angeguckt und hab mir vorgestellt was das für mich bedeutet (eigenlich total schwachsinnig aber egal ;) ). Doch was darin stand übertraf alle meine Erwartungen (obwohl ich mir vorgenommen hatte mir nichts vorzunehmen :P )
Ich werde zu einer Familie nach Oregon kommen. Craig und Celeste mit Zachary (14) und Lea (12). Sie haben einen Labrador, Sasha, und wohnen in einem großen Haus (ich werde wahrscheinlich mein eigenes Zimmer haben :D ) mit 5 Morgen Land drumherum wovon die Hälfte Weinberge sind. Sie fahren Ski, wandern, klettern und segeln und die Kinder spielen Paintball. Der Vater ist Ingeniör und die Mutter ist Hausfrau. Es scheint also als ob das eine sehr nette Familie wäre. Da ich gerne Sport treibe passen die Hobbies auch und am Telefon (ich habe einen Tag später dort angerufen) klang Celeste auch sehr nett.
Meiner Meinung nach ist das wirklich eine klasse Familie und ich hoffe wir werden uns auch gut verstehen.
Vorbereitungstreffen Köln 18-20. April - 3. Tag
Tut mir leid wegen dem verspäteten Eintrag ;) hatte zu viel um die Ohren :P
Heute war der Tag der Abreise gekommen. Noch einmal früh aufstehen ;)
Nach dem Aufstehen hieß das dann für uns: Packen :( Schlüssel abgeben und Zimmer räumen. Um 9.45 begann die letzte Gruppenarbeit. Diesmal mussten wir uns in Gruppen verschiedene Konflikt-Themen diskutieren. Die eine Gruppe sprach über die Legalisierung von irgendeiner Droge (ich glaube es war Marihuana), eine andere über umweltschutz und meine Gruppe darüber, ob die olympischen Spiele dieses Jahr in China stattfinden sollen trotz der Unruhen in Tibet oder eben nicht.
Wir mussten also zunächst ein Plakat mit Pro bzw. Kontra Argumenten anfertigen, dieses dann vorstellen, auf die Argumente der anderen Seite regieren und zuletzt offen diskutieren. Damit sollte uns verdeutlicht werden, dass es indem Austauschjahr wichtig ist, die Meinung der anderen Leute anzuhören und nicht darauf zu bestehen, dass die eigene Meinung die richtige ist. Und dass man z.B. wenn die Familie totale Bush-Fanatiker sind nicht sofort am ersten Abend sagen sollte, dass man eben diesen scheiße findet ;)
Anschließend war noch Warten angesagt, da unsere Eltern um die selbe Zeit mit 2 Frauen von AYUSA zusammensaßen und diese Ihnen Frage und Antwort standen. Also sonnten wir uns noch ein bisschen und um 13.30 Uhr war dann auch schon Schluss.
Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Wochenende.
VBT Köln 18-20. April - 2. Tag
Der zweite Tag in Köln begann für mich um 7.00 Uhr, als mich die Sonne an der Nase kitzelte ;).
Nach dem Frühstück ging um Punkt 9.15 Uhr unser erster Programmpunkt des Samstags los: Workshops zu den einzelnen Ländern. Das soll heißen, dass wir, je nach Zielland, in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden, wobei jede Gruppe noch einen Retournee zugeteilt bekam, der für Fragen offen war. Meine Gruppe wurde noch mal in drei kleinere unterteilt und meine kleinere Gruppe musste dann zum Beispiel aus von zu Hause mitzubringenden Zeitschriften eine Collage über das Thema Gastfamilie, Gastschüler, Erwartungen und Probleme erstellen. Das wurde dann in der größeren Gruppe vorgestellt.
Anschließend machten wir ein kleines Spiel, welche das Thema Kommunikationsprobleme einleitete, über das wir dann noch eine Weile diskutierten. Danach gab es das wider Erwarten ganz gute :D Mittagessen (Spaghetti Bolgnese, da kann man ja nicht viel falsch machen).
Nach 1 1/2 Stunden Mittagspause ging es dann weiter mit trockener aber teilweise sehr hilfreicher Theorie. Es wurden Themen wie Visum, Gesetze der Länder, Regeln der Organisation oder Gastgeschenke besprochen. Danach redeten wir wiederum in kleineren Gruppen über so genannte "Grenzen der Anpassung". Dazu gehören dann so Dinge wie Religion, Rassismus und Gewalt.
Als letzter Punkt des Nachmittag-Programms mussten wir uns noch ein Rollenspiel ausdenken, welches eine Situation, die uns theoretisch im Austauschjahr passieren kann (Flug verpasst; von der Gastfamilie als Dienstmädchen "missbraucht"; etc.), darstellt. Nach den teilweise sehr spaßigen Aufführungen gab es auch schon wieder Abendessen.
Und um 20.00 Uhr begann der meiner Meinung nach lustigste Teil des ganzen Wochenendes. Das Karaoke-Singen. Einige von unserer Gruppe schauten sich zwar das DFB-Pokal-Finale an (ich am Anfang auch), doch der Rest hatte seinen Spaß mit der Karaoke-Anlage. Da wurden bis 23.00 Uhr die verschiedensten Lieder mehr geschrien als gesungen, doch es hat irre Spaß gemacht dabei mitzulachen und mitzumachen.
Und dann war auch wieder Nachtruhe :P
VBT Köln 18-20. April - 1. Tag
Die letzten drei Tage hatte ich mein Vorbereitungstreffen für mein Austauschjahr in den USA. Ich fuhr also um 14.03 Uhr in meiner Heimatstadt los. Nach einmaligem Umsteigen in Hagen war ich in "Kölle" angekommen, wenn auch mit 10 Minuten Verspätung wegen eines Notfalls auf dem Bahnhof.
Dort musste ich noch mit der U-Bahn fahren was fast in in einem Desaster geendet hätte. Glücklich darüber in der richtigen Stadt angelangt zu sein ging ich in die U-Bahn Station am HBF. Ich wusste, dass ich mit der Linie 18 fahren musste. Doch leider hatte ich vergessen, dass eine U-Bahn meistens in zwei Richtungen fährt. Ich ging also hinunter zum Gleis auf dem "meine" U-Bahn Linie abfahren sollte. Doch kaum war ich unten sah ich eine U-Bahn, welche gerade ihre Türen schloss und auf deren Heck dick und fett die Zahl 18 prangerte. Ich stürmte also los umd noch einsteigen zu können, kam aber leider zu spät. Als die Bahn dann weg war setzte ich mich auf die Bank um zu warten und bemerkt, dass an der gegenüberliegenden Wand ausgeschildert war in welche Richtung ich fast gefahren wäre. Natürlich in die Falsche :) . Ich ging also auf das gegenüberliegende Gleis auf dem ebenfalls unter anderem die Linie 18 abfahren sollte. Dort traf ich dann noch zwei andere Teilnehmerinnen mit denen ich erfuhr, dass auch meine U-Bahn Verspätunge hatte wegen einen "Wagendefekts". Also warteten wir wieder 10 Minuten, dann jedoch ging es weiter in Richtung Jugendherberge und um 16.30 waren wir da.
Wir bekamen unsere Zimmer zugeteilt (es gab 4-6 Bett Zimmer mit Dusche und WC) und erhielten je ein T-Shirt und einen Rucksack mit dem AYUSA-Zeichen darauf. Und sofort gab es den nächsten Schock. Wir sollten uns kollektiv zum Affen machen. Ich weiß zwar nicht wieso, aber alle Zimmer hatten die Aufgabe, sich ein Choreografie auszudenken und diese dann am Abend vorzuführen. Meine Zimmerkameraden und Ich entschlossen uns aber erst mal die Jugendherberge zu erkunden. Wir fanden zwei Kicker, zwei Flipper, zwei Tischtennisplatten und zwei Internetzugänge (welche das ganze Wochenende ungenutzt blieben).
Um 18.00 Uhr sollte es dann Essen geben. Doch auch dabei gab es Probleme. Wir waren 105 Jugendliche (80 Mädchen und 25 Jungen) und die Herberge hatte nur einen Raum gedeckt. Darein passte natürlich nur die Hälfte unsrer Gruppe da noch einige andere Seminare am Wochenende in dem Haus abgehalten wurden. Also hieß es warten.
Das Essen war natürlich, wie zu erwarten, Jugendherbergsmäßg schlecht. Es gab pampigen Reis, ein Gemüsegemisch was angeblich chinesisch war (ich hab es nicht probiert) und trockenen Backfisch. Ganz normal halt ;-) .
Abends war dann der erste Programmpunkt. Einige Gruppen mussten unter vielen Lachern :P ihre einstudierten Choreographien vorführen und einzelne Austauschschüler/innen erhielten zu Überraschung aller ihre Gastfamilienbriefe, welche wohl kurz zuvor angekommen waren (ich leider nicht).
Dann erzählten die Leiter (es waren ca 8 dabei) wie das Wochenende ablaufen sollte und welche Regeln in der Jugendherberge herrschen. Anschließend wurden wir in sechs Gruppen eingeteilt und machten einige Kennenlern-Spiele und konnten zum ersten (und natürlich nicht zum letzten) Mal Fragen stellen. Danach hatten wir noch bis 23.00 Uhr Freizeit und danach war die übliche Nachtruhe.

