Tag 2 - Hiking
Die erste Nacht in Oregon war gut, doch dank Jetlag war ich auch schon um 6.00 Uhr wach. Craig hat dann Rührei mit Schinken und Pilzen gemacht und ich habe auf der Terrasse den Sonnenaufgang genossen, was ein wirklich sehr schönes Erlebnis war.
Und vormittags ging es dann auf zum Mount Hood, welcher ca. zwei Stunden Autofahrt von Amity entfernt liegt. Wir haben uns dort ein s.g. "condominium" angeguckt. Das ist so eine Art Wohnung in einem Block mit ca. zehn dieser Art. Meine Gasteltern wollen die vielleicht für ein paar Monate mieten um am Wochenende dahin fahren zu können zum Ski fahren. Danach ging es dann aber noch aufwärts und wir sind ca. 1 1/2 Stunden gewandert.
Da ging es hoch, wenn auch nicht allzu weit
Mein Hut ist ja wohl der Beste...
ein wunderschöner Ausblick mit den ganzen Hügeln
sowas erlebt man auch nicht immer. Schnee im August...
Dann mussten wir auch schon wieder zurück weil wir noch einkaufen mussten und Lea Pippi füttern musste und ihren Stall säubern musste. Abends hab ich dann noch mit Zach und Lea Football auf der X-Box gezockt und dann ging es auch schon wieder pennen.
Insgesamt ein sehr schöner Tag.
Mein erster Tag in Oregon+Bilder
So, ich bin jetzt seit 6 Tagen hier in Oregon und ich muss sagen, es gefällt mir sehr gut.
Ich überspringe jetzt einfach mal den Flug und erwähne nur die meiner Meinung nach übertriebenen Sicherheitskontrollen in New York. Wir mussten die Schuhe ausziehen, Laptops auspacken, was ja noch ok ist, doch das sie nach dem Zufallsprinzip Leute auswählen die sich einer penibleren Kontrolle unterziehen müssen konnte ich nicht verstehen. Wenn es wenigstens Leute wären, die z.B. aus dem Irak kommen oder so. Das fände ich auch nicht in Ordnung aber ich würde es verstehen. Aber wieso sollte ein Austauschschüler von AYUSA eine Bombe mit sich herumtragen? Naja, das ist halt auch Amerik...
Aber zu meiner Ankunft. Ich war natürlich total nervös und aufgeregt. Was kommt jetzt, wie wird meine "neue Familie" oder wie auch immer man sie bezeichnen möchte. Wir waren fünf Leute, die Nach Portland flogen und dort abgeholt wurden und wir waren noch am quatschen über dies und das, weil wir (oder zumindest ich) erwartet haben unsere Koffer zu holen und DANN zu unseren Gastfamilien zu kommen. Das war aber nicht der Fall und so stand ich plötzlich unverhofft vor den vier Personen mit denen ich die nächsten zehn Monate zusammenleben sollte.
Ich, meine Gastmutter Celeste, meine Gastgeschwister Lea und Zach und mein Gastvater Craig.
Sie hatten ein Schild gebastelt mit: "Matteo Welcome to Oregon" drauf und haben mich dann auch ganz herzlich empfangen. Bist du hungrig? Bist du müde? Müssen wir irgendwas kaufen ohne das du die ersten Tage nicht überleben kannst? waren die ersten Fragen die auf mich einprasselten. Ich verneinte alles und so ging es zum Kofferband (meine kamen zum Glück ziemlich schnell) und danach gingen wir zum Auto. Noch schnell ein Foto gemacht (siehe oben) und los gehts. Sie wollten direkt ziemlich viel wissen, u.a. warum ich mich entschlossen habe ein Jahr in einem anderen Land zu leben und und und. Doch lassen wir das.
"Zuhause" angekommen bekam ich dann erst mal eine Führung durch mein neues Heim.
Das Wohnzimmer mit Sasha, dem weiblichen!!! Hund. Ja, Sasha ist in Amerika ein Mädchenname, siehe auch Obamas Tochter.
Das Wohnzimmer in anderer Perspektive
Die Küche
Mein Zimmer
... aus anderer Perspektive
Mein Badezimmer
und direkt neben meinem Zimmer befinden sich eine Tischtennisplatte, ein Trainigsgerät und (Christian würde es freuen) ein Schlagzeug.
Das Haus von vorne
der eine Teil des Gartens mit Pool
Nach der Führung habe ich mich umgezogen und bin mit Celeste und Lea zu ihrem Pferd "Pippi" gefahren, welches in einem Stall 10 Minuten (mit dem Auto) von den Haus entfernt steht. Sie musste es füttern und den Stall ausmisten. Alles nicht sonderlich aufregend, aber das gehört halt auch zum Familienlaben dazu
.
Dann gab es auch schon Abendessen. Danach haben wir Tischtennis gespielt (oder besser Ping Pong, da es wirklich nichts anderes ist
), anschließend noch Gastgeschenke abgegeben, alle haben sich gefreut, ausgepackt und schlafen gegangen.
Und das war mein erster Tag hier in Oregon.
3. Tag 22.8
Der dritte Tag. Auch diesmal waren wir vor dem Wake-Up-Call wach, jedoch nur wenige Minuten.
Zum Frühstück gabs wieder mal Bagels und dann saßen wir auch schon wieder im Bus.
Es ging zu erst zu Ellis Island, also der Insel auf die früher (sie wird heute nur für touristische Zwecke genutzt) die Immigranten hingehen mussten um entweder einreisen zu dürfen (98 %) oder eben nicht (2%). Das musste jedoch alles im Schnelldurchlauf gehen, da dort einmal an einem Tag mal mehr als 11.000 Menschen "durchgeschleust" wurden. Darum bekamen viele Menschen neue Namen, da die Beamten dort die Namen einfach nicht buchstabieren konnten. Neben dem Gebäude konnte man noch rumlaufen und dabei auf einer seeehr langen von zwei Seiten sehr klein beschriebenen Tafel (ich weiß kein besseres Wort) die Namen aller Menschen nachlesen die dort waren.
Anschließend ging es zu der Nachbarinsel wo die wohl berühmteste Frau der Welt steht. Die Statue of Liberty oder auch Freiheitsstatue. Über diese Dame erfuhren wir einige interessante Dinge. Z.B. dass der Künstler sich von seiner Frau und seiner Mutter inspirieren ließ. Somit hat die Statue das Gesicht der Mutter und den Körper der Ehefrau von Frédéric-Auguste Barthodi. Was ich außerdem nicht wusste war, dass die Statue gar nicht so grün ist sondern das von der langen Zeit an der salzhaltigen Seeluft kommt.
Wir haben dann noch ein paar Fotos gemacht und uns kleine Freiheitsstatuen oder anderes unnützes Zeug gekauft, bevor es weiterging zum entspannenderen Teil dieses Tages. Zuerst ging es Essen in einem Fastfoodrestaurant und danach hatten wir mal wieder die Möglichkeit in einem größeren Klamottenladen shoppen zu gehen. Danach ging es zum Ground Zero und zur St. Pauls Cathedral, welche als Andenken an die Helfer und Opfer unter diesen des 11.9.2001 genutzt wird. Ein sehr bewegendes Gefühl.
Und von da an gab es nur noch Shopping. Erst auf der 5th Avenue, wo wir unter anderem im riesigen NBA Store waren und danach auf dem Times Square wo wir im Planet Hollywood zu Abend gegessen hatten. Ein sehr cooler Ort, an dem auch abends keine Straßenlaternen leuchten, da überall riesige Reklametafeln prangen. Es ist unbeschreiblich, darum versuch ich es gar nicht erst
Und damit waren unsere drei aufregenden, aber auch anstrengenden Tage fast vorbei. Im Bus gabs noch die Hiobsbotschaft mit den Aufstehzeiten um die Flüge zu bekommen. Das erste Mädchen musste im 3.00 aufstehen, der Großteil um 5.00 Uhr (ich auch) und eine glückliche sogar erst um 7.30.
2. Tag 21.8
Den Wake-Up-Call hätten wir uns sparen können, da wir (dem Jetlag sei dank...) um 6.00 Uhr schon putzmunter waren. Und da wir noch zwei Stunden Zeit hatten, ham wir erst mal wieder den Fernseher angeworfen und uns Olympia angeschaut. Deutschland holte zwei Mal Gold beim Rudern. YES!!!
Um 8.00 gabs dann Frühstück, also bei mir Bagels mit Marmelade und pünktlich um 9.15 standen wir am Bus und da unsere Gruppe von AYUSA mit einer andern von Oranjes zusammen Sighseeing machen sollte wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt und in die Busse bugsiert. Und es ging los in den "Big Apple", also Manhatten. Und man kann sagen, New York ist wirklich der Hammer!!! Tausende von Hochhäusern, Taxen, Polizeiwagen aller Art, sonstigen Autos, und und und. Es war wirklich gigantisch!
Aber am besten waren unsere beiden Guides. Es waren Brüder, der eine hieß Gidean und hatte ein grünes Lichtschwert und sein Bruder hieß glaube ich Matt und hatte ein blaues. Und mit Lichtschwert meine ich die Spielzeugteile von Starwars, die man in jeder Spielwarenhandlung erhalten kann. Und eben diese Schwerter nutzen sie als Zeigestock, Richtungsweiser und Erkennungsmerkmal Nummer 1.
Aber zurück zum Programm. Unsere erste Station hieß Central Park, wo wir ca 20 min durch diese grüne Oase gelaufen sind. Anschließend ging es mit kurzem Stop beim Applestor vorbei am Museum of National History weiter zum Pier 17. Dort konnten wir essen, shoppen und chillen. Ich hatte, typisch amerikanisch, Cheeseburger, Pommes und Cola. Es schmeckte großartig. Anschließend erstand ich noch eine New York Cap bei einem Straßenhändler und wir ham nen paar Fotos gemacht (siehe Album New York).
Danach führte uns unser Guide Gidean über die Brooklyn Bridge, was an sich nicht soo interessant war. Doch als dann plötzlich mit lautem Sirenengeheul 20 Polizeiwagen an uns vorbeischossen, war es doch noch lustig. Doch die fuhren nicht zum Einsatz sondern "trainierten" nur wie unser Guide uns erklärte. Einmal am Tag würden die Polizisten testen, wie lange sie brauchen um von einem Ort in der Stadt zum andern zu kommen und das im normalen Berufsverkehr.
Das ist die Brooklyn Bridge
Anschließend ging es zu einem Ort an dem man einerseits wunderbar die Skyline von NY bewundern konnte und andererseits in einer "Eiscremefabrik", die diesen Namen nicht verdient, Eis kaufen konnte (das war jedoch ziemlich gut). Und von dort direkt weiter zum schlechtesten Part des NY-Trips. Wir wurden zur "Wohnung" von 7 Künstlern gefahren, die ihr Geld damit verdienen, Leuten zu erlauben ihre Behausung anzugucken. Und die war nicht nur langweilig sondern einfach nicht wohnenswert und darum möchte ich da auch nicht weiter drüber schreiben.
Dann hatten wir zum ersten Mal an diesem wirklich anstrengenden Tag Freizeit, um auf dem Broadway und Umgebung shoppen zu gehen. Wir entschieden uns für Chinatown wo wir natürlich alle zwei Meter im Stil von "Rolex, Rolex, Gucci Gucci" angesprochen wurden. Alles in allem auch nicht soo toll, aber ich bin auch nicht so der "Shoppingtyp"
.
Danach gab es Dinner in einem chinesischen Restaurant und im Vergleich zu der Pizza vom Vortag und dem Burger mit Pommes am Mittag war es der Horror. Ein vom äußeren her sehr gutes Restaurant, doch von den fünf oder sechs Speisen war meiner Meinung nach nur eine wirklich gut essbar. Naja, man kann es nicht ändern.
Es folgte aber doch noch ein Highlight an diesem Tag. Und das entschädigte auch für das Essen. Es ging zum Top of the Rock. Dem Rockefeller Center. 67 Stockwerke im Aufzug hinauf, der Schacht wid teilweise von blauem Licht erhellt und dann ist man auf der ersten Plattform dieses gigantischen Gebäudes mit Blick über die überall leuchtende Stadt und auf das in rot-grün angestrahlte Empire State Building. Den Anblick kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen oder besser gesagt erlebt und gespürt haben. Die Bilder sind zwar nicht wirklich gut geworden aber ich glaube diesen Anblick werde ich mein Leben lang nicht mehr vergessen. Also wenn jemand von euch die Chance hat dorthinauf zu kommen: TU ES!!! Es ist wirklich ein großartiges Bild was sich dir bietet.
Aber auch so ein Anlick geht (leider) vorbei und somit waren wir um 21.30 Uhr wieder im Hotel, mit vielen Eindrücken und 12 Stunden Sighseeing im Gepäck.
Wir haben also noch Football geguckt. Wir hatten zum Glück einen auf unserm Zimmer, der selber spielt, sodass ich sogar einen Sinn in diesem ansonsten sinnlosen Gekloppe gesehen hab. Danke Tim
Und dann ging es nach dem obligatorischen Anruf beim Zimmerservice wegen Wake-Up-Call auch wieder pennen.
Erster Tag 20.08
Goodbye Germany and Hello USA
Amerika ist einfach nur geil!!! Wir sind irgendwann nachmittags Ortszeit auf dem New Yorker Flughafen angekommen und nachdem wir unser Gepäck hatten und in dem Bus saßen, der uns zu unserm Hotel bringen sollte, war das erste was wir sahen eine dicke schwarze Limousine, die neben unserm Bus parkte.
Dann kamen wir zu unserem Hotel. Und es war gigantisch!!! Es sah alles total edel und luxuriös aus. Das begann mit dem gläsernen Aufzug und dem Pool+Whirlpol und hörte mit der ganzen Einrichtung auf, die im ganzen den Eindruck machte, nicht unbedingt billig zu sein. Die Zimmer waren dementsprechend auch sehr geschmackvoll eingerichtet und von unserm aus hatten wir einen super Blick auf die Skyline von New Jersey (das Hotel war ein Airport Hotel und da der Flughafen nicht in NY sondenr in NJ war sahen wir "nur" diese Skyline).
Meine Zimmerkameraden und ich. Michael, ich, Tim (Football) und Tim
Nach dem Abendessen (es gab ganz originell Pizza
) gingen wir dann im Pool schwimmen. Und dabei passierte einem meiner Zimmerkameraden ein kleines Missgeschick. Er packte in seine eine Badehosentasche ein Bündel Dollar-Scheine und in die andere sein schönes Quadband-Handy und sprang mit beidem in den Pool. Als er das merkte, war es für das Handy jedoch schon zu spät. Das Geld konnte er mit Föhn und Bügelbrett retten, doch das Handy musste er sich am nächsten Tag in NY ersetzen...
Am Ende haben wir noch TV geguckt (MTV oder so nen Zeug) und nachdem wir den "Wake-Up-Call" geordert hatten (er sollte uns um 7.45 wecken) gingen wir pennen.
Nur noch 14 Tage!!!
Oh mein Gott!!!!!!!
Mein Austauschjahr rückt in greifbare Nähe und ich bin nervös wie noch nie. Ich habe jetzt fast alle Gastgeschenk besorgt.
Für meinen Gastvater: Einen Bierseidel mit Deutschlandpanorama und einen Aufnäher von Deutschland für seine Pfadfinderuniform
Für meine Gastmutter: Das Kochbuch German Cooking und einen Edelweiß zum selber züchten (die ist aktiv im Garten)
Für meinen Gastbruder: Den gleichen Aufnäher wie ihn der Vater bekommt, eine CD von Rammstein und einen Füller
Für meine Gastschwester: Eine CD von Silbermond, einen Füller und ein Freundschaftsband Deutschland
Für alle zusammen: ein selbstgemachtes Fotobuch und Süßigkeiten
und so langsam, oder besser gesagt so schnell
geht das Abschied nehmen los. am 16.8 ist noch eine kleine Abschiedsfeier geplant und dann gehts schon fast los.
Das wars erst mal für den Moment. Es ist auf alle Fälle ein sehr komisches Gefühl wenn man die ersten Alles Gute Wünsche bekommt.
Visum ist da.
.
Gästebuch
Visum beantragen in Frankfurt
Vor ein paar Wochen habe ich die Unterlagen zu Beantragung meines Visums erhalten. Das hieß natürlich erst mal wieder: Formulare ausfüllen. Und heute ging es dann nach Frankfurt, da man das Visum persönlich beantragen muss und es nur 3 Amerikanische Botschaften in Deutschland gibt (abgesehen von McDonalds
). In Frankfurt am Main, in München und in Berlin. Also ging es für mich am 2. Ferientag um 5.45 Uhr raus aus den Federn
damit wir pünktlich um 9.45 in Frankfurt sind. Das hat auch ganz gut geklappt und so stand ich also um halb 10 vor einem riesigen, mit großen Zäunen umgebenen und von Polizisten bewachte, Gebäude: Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika!
Dann hieß es erst mal: Warten. Man steht in einer Schlange um eine Karte zu bekommen und mit dieser Karte darf man sich dann in einer anderen Schlange anstellen. Dann darf man wider anstehen und am Ende immerhin sitzend warten. Das war die Kurzfassung ;)
Also jetzt im Ernst:
Zuerst stellte ich mich an und wartete darauf dass ich an einem Schalter meinen Reisepass und meine Überweisung des Geldes für das Visum vorzeigen durfte. Dann erhielt ich eine Nummer (348), ohne die ich nicht in die Botschaft hineingekommen wäre. Ich habe also in einer weiteren Schlange gewartet und durfte schließlich in den ersten Teil der gigantischen Anlage eintreten. Dort musste ich die üblichen Sicherheitschecks über mich ergehen lassen, bis ich gebeten wurde in das nächste Gebäude zu gehen. Dort musste ich mich hinsetzen und musste warten, dass meine Nummer aufgerufen wurde. Dann ging ich an einen Schalter, wo kontrolliert wurde ob ich alle Unterlagen bei mir hatte (ich hatte zum Glück alles und auch richtig ausgefüllt). Dort musste ich zudem meine Fingerabdrücke abgeben. Danach wartete ich noch einmal bis meine Nummer ein zweites Mal aufgerufen wurde. Dann war mein "Visumsinterview". Das ist jedoch nicht mehr als die Frage nach den Beweggründen und das Ziel der Reise, also alles halb so wild. Der nette Mann an dem Schalter sagte mir noch, dass ich das Visum erteilt bekomme :) und es mir in einer Woche zugeschickt wird.
Dann ging es also wieder nach Hause, obwohl meine Eltern und ich uns zuerst noch den Frankfurter Flughafen angeguckt haben von wo ich ja fliegen werde und dann so lange im Stau standen, dass wir für die rückfahrt mehr als die doppelte Zeit brauchten :(
Seit meinem letzten Bericht habe ich zudem noch öfters mit meine Gastfamilie gemailt und ich habe erfahren, dass sie nach meiner Ankunft zuerst einmal etwas mit mir unternehmen wollen (wandern, campen in den Bergen oder ans Meer fahren. Ich denke dass ich mich fürs Wandern entscheiden werde.
Außerdem habe ich meinen letzten Schultag hinter mir
und ich habe den Brief von meiner Schule erhalten, der mir bestätigt, dass ich in die 12. Klasse vorversetzt werde. Dadurch erhalte ich mein Latinum ohne weitere Prüfung. Im Moment läuft also alles super bei mir.
Noch 54 Tage
DER BRIEF!!!
Es war der 3. Mai 2008. Ich bin wie jeden Samstag spät aufgestanden und zum Mittagessen sind meine Eltern und ich in den Garten gefahren um zu grillen. Also eigentlich ganz normal. Doch als ich um fünf Uhr wieder zu Hause war, war etwas anders als sonst. Denn auf dem Tisch lag der berühmte Umschlag. Und darin befand mich also endlich meine Familie. Ich hab ihn mir erst einfach fünf Minuten angeguckt und hab mir vorgestellt was das für mich bedeutet (eigenlich total schwachsinnig aber egal ;) ). Doch was darin stand übertraf alle meine Erwartungen (obwohl ich mir vorgenommen hatte mir nichts vorzunehmen :P )
Ich werde zu einer Familie nach Oregon kommen. Craig und Celeste mit Zachary (14) und Lea (12). Sie haben einen Labrador, Sasha, und wohnen in einem großen Haus (ich werde wahrscheinlich mein eigenes Zimmer haben :D ) mit 5 Morgen Land drumherum wovon die Hälfte Weinberge sind. Sie fahren Ski, wandern, klettern und segeln und die Kinder spielen Paintball. Der Vater ist Ingeniör und die Mutter ist Hausfrau. Es scheint also als ob das eine sehr nette Familie wäre. Da ich gerne Sport treibe passen die Hobbies auch und am Telefon (ich habe einen Tag später dort angerufen) klang Celeste auch sehr nett.
Meiner Meinung nach ist das wirklich eine klasse Familie und ich hoffe wir werden uns auch gut verstehen.
Vorbereitungstreffen Köln 18-20. April - 3. Tag
Tut mir leid wegen dem verspäteten Eintrag ;) hatte zu viel um die Ohren :P
Heute war der Tag der Abreise gekommen. Noch einmal früh aufstehen ;)
Nach dem Aufstehen hieß das dann für uns: Packen :( Schlüssel abgeben und Zimmer räumen. Um 9.45 begann die letzte Gruppenarbeit. Diesmal mussten wir uns in Gruppen verschiedene Konflikt-Themen diskutieren. Die eine Gruppe sprach über die Legalisierung von irgendeiner Droge (ich glaube es war Marihuana), eine andere über umweltschutz und meine Gruppe darüber, ob die olympischen Spiele dieses Jahr in China stattfinden sollen trotz der Unruhen in Tibet oder eben nicht.
Wir mussten also zunächst ein Plakat mit Pro bzw. Kontra Argumenten anfertigen, dieses dann vorstellen, auf die Argumente der anderen Seite regieren und zuletzt offen diskutieren. Damit sollte uns verdeutlicht werden, dass es indem Austauschjahr wichtig ist, die Meinung der anderen Leute anzuhören und nicht darauf zu bestehen, dass die eigene Meinung die richtige ist. Und dass man z.B. wenn die Familie totale Bush-Fanatiker sind nicht sofort am ersten Abend sagen sollte, dass man eben diesen scheiße findet ;)
Anschließend war noch Warten angesagt, da unsere Eltern um die selbe Zeit mit 2 Frauen von AYUSA zusammensaßen und diese Ihnen Frage und Antwort standen. Also sonnten wir uns noch ein bisschen und um 13.30 Uhr war dann auch schon Schluss.
Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Wochenende.
VBT Köln 18-20. April - 2. Tag
Der zweite Tag in Köln begann für mich um 7.00 Uhr, als mich die Sonne an der Nase kitzelte ;).
Nach dem Frühstück ging um Punkt 9.15 Uhr unser erster Programmpunkt des Samstags los: Workshops zu den einzelnen Ländern. Das soll heißen, dass wir, je nach Zielland, in verschiedene Gruppen eingeteilt wurden, wobei jede Gruppe noch einen Retournee zugeteilt bekam, der für Fragen offen war. Meine Gruppe wurde noch mal in drei kleinere unterteilt und meine kleinere Gruppe musste dann zum Beispiel aus von zu Hause mitzubringenden Zeitschriften eine Collage über das Thema Gastfamilie, Gastschüler, Erwartungen und Probleme erstellen. Das wurde dann in der größeren Gruppe vorgestellt.
Anschließend machten wir ein kleines Spiel, welche das Thema Kommunikationsprobleme einleitete, über das wir dann noch eine Weile diskutierten. Danach gab es das wider Erwarten ganz gute :D Mittagessen (Spaghetti Bolgnese, da kann man ja nicht viel falsch machen).
Nach 1 1/2 Stunden Mittagspause ging es dann weiter mit trockener aber teilweise sehr hilfreicher Theorie. Es wurden Themen wie Visum, Gesetze der Länder, Regeln der Organisation oder Gastgeschenke besprochen. Danach redeten wir wiederum in kleineren Gruppen über so genannte "Grenzen der Anpassung". Dazu gehören dann so Dinge wie Religion, Rassismus und Gewalt.
Als letzter Punkt des Nachmittag-Programms mussten wir uns noch ein Rollenspiel ausdenken, welches eine Situation, die uns theoretisch im Austauschjahr passieren kann (Flug verpasst; von der Gastfamilie als Dienstmädchen "missbraucht"; etc.), darstellt. Nach den teilweise sehr spaßigen Aufführungen gab es auch schon wieder Abendessen.
Und um 20.00 Uhr begann der meiner Meinung nach lustigste Teil des ganzen Wochenendes. Das Karaoke-Singen. Einige von unserer Gruppe schauten sich zwar das DFB-Pokal-Finale an (ich am Anfang auch), doch der Rest hatte seinen Spaß mit der Karaoke-Anlage. Da wurden bis 23.00 Uhr die verschiedensten Lieder mehr geschrien als gesungen, doch es hat irre Spaß gemacht dabei mitzulachen und mitzumachen.
Und dann war auch wieder Nachtruhe :P
VBT Köln 18-20. April - 1. Tag
Die letzten drei Tage hatte ich mein Vorbereitungstreffen für mein Austauschjahr in den USA. Ich fuhr also um 14.03 Uhr in meiner Heimatstadt los. Nach einmaligem Umsteigen in Hagen war ich in "Kölle" angekommen, wenn auch mit 10 Minuten Verspätung wegen eines Notfalls auf dem Bahnhof.
Dort musste ich noch mit der U-Bahn fahren was fast in in einem Desaster geendet hätte. Glücklich darüber in der richtigen Stadt angelangt zu sein ging ich in die U-Bahn Station am HBF. Ich wusste, dass ich mit der Linie 18 fahren musste. Doch leider hatte ich vergessen, dass eine U-Bahn meistens in zwei Richtungen fährt. Ich ging also hinunter zum Gleis auf dem "meine" U-Bahn Linie abfahren sollte. Doch kaum war ich unten sah ich eine U-Bahn, welche gerade ihre Türen schloss und auf deren Heck dick und fett die Zahl 18 prangerte. Ich stürmte also los umd noch einsteigen zu können, kam aber leider zu spät. Als die Bahn dann weg war setzte ich mich auf die Bank um zu warten und bemerkt, dass an der gegenüberliegenden Wand ausgeschildert war in welche Richtung ich fast gefahren wäre. Natürlich in die Falsche :) . Ich ging also auf das gegenüberliegende Gleis auf dem ebenfalls unter anderem die Linie 18 abfahren sollte. Dort traf ich dann noch zwei andere Teilnehmerinnen mit denen ich erfuhr, dass auch meine U-Bahn Verspätunge hatte wegen einen "Wagendefekts". Also warteten wir wieder 10 Minuten, dann jedoch ging es weiter in Richtung Jugendherberge und um 16.30 waren wir da.
Wir bekamen unsere Zimmer zugeteilt (es gab 4-6 Bett Zimmer mit Dusche und WC) und erhielten je ein T-Shirt und einen Rucksack mit dem AYUSA-Zeichen darauf. Und sofort gab es den nächsten Schock. Wir sollten uns kollektiv zum Affen machen. Ich weiß zwar nicht wieso, aber alle Zimmer hatten die Aufgabe, sich ein Choreografie auszudenken und diese dann am Abend vorzuführen. Meine Zimmerkameraden und Ich entschlossen uns aber erst mal die Jugendherberge zu erkunden. Wir fanden zwei Kicker, zwei Flipper, zwei Tischtennisplatten und zwei Internetzugänge (welche das ganze Wochenende ungenutzt blieben).
Um 18.00 Uhr sollte es dann Essen geben. Doch auch dabei gab es Probleme. Wir waren 105 Jugendliche (80 Mädchen und 25 Jungen) und die Herberge hatte nur einen Raum gedeckt. Darein passte natürlich nur die Hälfte unsrer Gruppe da noch einige andere Seminare am Wochenende in dem Haus abgehalten wurden. Also hieß es warten.
Das Essen war natürlich, wie zu erwarten, Jugendherbergsmäßg schlecht. Es gab pampigen Reis, ein Gemüsegemisch was angeblich chinesisch war (ich hab es nicht probiert) und trockenen Backfisch. Ganz normal halt ;-) .
Abends war dann der erste Programmpunkt. Einige Gruppen mussten unter vielen Lachern :P ihre einstudierten Choreographien vorführen und einzelne Austauschschüler/innen erhielten zu Überraschung aller ihre Gastfamilienbriefe, welche wohl kurz zuvor angekommen waren (ich leider nicht).
Dann erzählten die Leiter (es waren ca 8 dabei) wie das Wochenende ablaufen sollte und welche Regeln in der Jugendherberge herrschen. Anschließend wurden wir in sechs Gruppen eingeteilt und machten einige Kennenlern-Spiele und konnten zum ersten (und natürlich nicht zum letzten) Mal Fragen stellen. Danach hatten wir noch bis 23.00 Uhr Freizeit und danach war die übliche Nachtruhe.

