29.8-5.9 Backpacking, Reiten und Schulbeginn

Ich muss mich zweifach entschuldigen. 1. weil ich so lange nichts von mir hab hören lassen, aber ich hatte echt viel um die Ohren, dazu gleich mehr

und 2. weil das jetzt wahrscheinlich ein seeeeehr langer Bericht mit nicht ganz so vielen Bildern wird Smile

 

Also:

 

Backpacking (30-31.8)

Der Freitag war nicht so interessant. Wir haben abends halt gepackt und die Rucksäcke gewogen (Lea: 11 kg, Zach und Ich: 14 kg, Celeste: 16 kg, Craig: 18 kg) und dann sind wir früh schlafen gegangen.

Am nächsten morgen habe ich dann Rührei mit Schinken für alle gemacht und nach dem Frühstück und nach dem ins Auto packen, nochmaligem durchgehen was alles gepackt werden musste, ging es dann so gegen 11.00 Uhr los.

Nach einer langen Autofahrt (3 Stunden) waren wir dann im Nationalpark beim Mount Jefferson

hier zwei Bilder, die ich während der Fahrt geschossen habe

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

den Großteil der Fahrt habe ich sonst mit Musik hören und dabei schlafen verbracht Laughing

 

Um 14.00 Uhr waren wir also da, haben unsere Rucksäcke gesattelt

Auch Sasha musste leiden...

 

und dann ging es los. Mit Snacks wie Müsliriegeln, getrockneten Mangos, Nüssen, Schokolade sowie Waser in Griffweite ging es los

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

 

Wir sind gewandert, gewandert, gewandert und gewandert. Zwischendurch haben wir noch eine Pause eingelegt um Heidelbeeren zu sammeln (eine wirklich leckere Frucht), die wir egtl am Abend auf den Kuchen vom Dessert packen wollten.

Nach 2 1/2 Stunden wandern durch Wälder mit Ausblicken wie diesem

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

waren wir schließlich am Ziel unserer Reise. Einem wunderschönen, in den Bergen liegenden See

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Nachdem wir dann auch einen Platz zum Zelten gefunden hatten (die ersten zwei Plätze waren schon belegt Undecided) ging es dann zum Zeltaufbau und danach zum Angeln (Lea und Zach), bzw. entspannen (Celeste, Craig und ich). Da wir alle hungrig waren und es auch langsam kühl wurde haben wir dann irgendwann gekocht. Das heißt Craig und Zach haben gekocht. Lea und ich mussten Feuerholz suchen und Celeste hat im Zelt gesessen und gelesen.

Kochen in der Wildness sieht übrigens so aus:

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Es gab Spaghetti mit Tomatensauce und Wurststücken. Eine Delikatesse wenn man hungrig ist Wink Danach haben wir ein Feuer angezündet. Ich habe mit Lea Maumau gespielt, mit Craig die Sterne angeguckt und bin dann auch um 21.00 Uhr ins Bett gegangen. Bis dahin hat mir der Trip wirklich gefallen, doch dann fing es an richtig sch**** zu werden. Ich habe in der Nacht geschätzte 4 Stunden geschlafen. Den Rest der Zeit habe ich mich in meinem Schlafsack hin und her gewälzt, gehofft Zach nicht zu wecken und versucht irgendwie eine gemütliche Position zu finden. Es hat einfach nicht geklappt Cry

Irgendwann war dann morgen und es hat geschneit!!! Es war August und da kam Schnee vom Himmel.

Backpacken also Wandern mit dem Campstuff auf dem Rücken

Das war schon cool, doch leider waren meine Finger nach 5 min eiskalt und nicht mehr zu gebrauchen. Da wir nicht wussten was wir bei der Kälte groß anderes machen konnten als in den Zelten zu bleiben, beschlossen wir, uns stattdessen zurückzuziehen und evtl einen anderen Platz zu finden. Doch zuerst gab es Frühstück (ich würde es nicht so nennen). Sie nennen es Oldmeal und es ist ein Haferbreimasse mit irgendwelchen undefinierbaren Inhaltsstoffen Money mouth. Naja ist nicht zu ändern.

Wir zogen uns also zurück. Geschlagen von den widrigen Bedingungen und wir wanderten die 5 Meilen zurück. Diesmal brauchten wir auch nur 2 Stunden, da es bergab ging. Zurück am Auto beratschlagten wir dann was zu tun sei. Ich plädierte auf Rückfahrt nach Hause, da ich wirklich keine Lust auf eine weiter Nacht dieser Art hatte. Da Lea ihre Füße auch ziemlich weh taten wurde dieser Vorschlag auch angenommen. Wir fuhren also zurück , machten einen Stop im Camp Sherman (Ein Fluss an dem man zelten oder Häuser mieten kann), liefen dort zwei Meilen den Fluss entlang und fuhren dann Richtung Heimat (ich nenn das hier jetzt einfach so). Ich verbrachte die Fahrt mal wieder mit …schlafen.

Irgendwann hielten wir an und gingen in "Mountin Pizza", wo es nach Lea und Zach die beste Pizza gibt. Naja, mir hat sie zwar geschmeckt, aber etwas besonderes war sie sicher nicht. Als wir dann zu Hause waren ging es auf direktem Weg ins Bett (nur ich entschied mich meine Tasche noch auszupacken) und damit endete mein erster Backpacking-Ausflug schneller als erwartet.

 

Reiten (1.9):

 

Der Montag begann wieder wenig spektakulär. Wir haben Bohnen und Erbsen gepflückt und dann entspannt.Am nachmittag hat mich Lea überredet mit ihr zu Pippi zu fahren um zu reiten. (HILFE!!! Ich kann doch gar nicht reiten Frown) Doch sie war zuversichtlich, dass es schwieriger ist runterzufallen, als oben zu bleiben. Wir striegelten (ist das das richtige Wort?) also das Pferd, dann führte Lea es hinaus auf die Koppel und ließ es ein bisschen im Kreis laufen. Danach war ich an der Reihe. Kurze Einweisung, was ich machen soll und was nicht, Helm aufgesetzt und los. Natürlich bin ich nicht geritten im eigentlichen Sinne, sondern Lea hat ihr Pferd durch die Koppel geführt, aber es war trotzdem lustig. Ich hab es geschafft mich in Gang und im Trab im Sattel zu halten. Pippi hat sich irgendwie geweigert Galopp zu reiten und so blieb es dabei. Am Ende habe ich noch ein bisschen versucht sie zu lenken (mit den Zügeln) und auch das hat einigermaßen geklappt. Dann hatte ich es auch schon überstanden und überließ meiner Gastschwester das Feld.

Nachdem auch sie fertig war mit Reiten haben wir noch die Ställe ausgemistet und neues Streu eingebracht, die Pferde gefüttert und das wars dann auch.

Alles in allem eine interessante Erfahrung, auch wenn ich sie nicht unbedingt wiederholen muss (beim Trab tut einem der Hintern doch schon ziemlich weh…)

 

Orientation (2.9):

 

Heute war Orientationday für die Freshmen. Das heißt, ein Tag an dem nur die neuen Highschoolschüler (= Freshmen) und die Austauschschüler kommen sollten um die Schule und die Lehrer kennen zu lernen sowie die ersten Regeln zu erhalten. Im Endeffekt war ich der einzige Austauschschüler und damit die Attraktion des Tages Tongue out Am Ende des Tages hatte ich beschlossen mir ein T-SHirt zu bestellen mit der Aufschrift:

Ich heiße Matteo

Ich bin Austauschschüler

aus Deutschland

Ich bin senior

und JA das ist alles die 

WAHRHEIT!!!

Denn das war das meiste was die Leute wissen wollten Cool

Zu Beginn des Tages gab es eine Assembly (Versammlung), wo sich die wichtigsten Schüler der Schule vorgestellt haben (also Schulsprecher, Stufensprecher usw.). Dabei erhielten wir jeder einen Zettel der uns in eine Gruppe eingeteilt hat mit der wir den Vormittag verbringen sollten. Wir schauten noch ein Video wo die drei wichtigsten Freshmen Lehrer vorgestellt wurden und dann ging es in den Gruppen los. Alles nicht so interessant. Wir haben den Amity Fight Song gelernt, der bei den Fotball, Volleyball usw. Spielen gespielt wird und ein paar Sachen erfahren, wie Aktivitäten nach der Schule und und und…

Danach gab es Lunch (Pizza und Pommes) und anschließend sollte man seinem Stundenplan zufolge in die einzelnen Klassen gehen. Das war für mich natürlich Schwachsinn, da ich als Senior in keiner Freshmenklasse bin. Ich hab mich also drei Stunden lang gelangweilt und bin mit den Leadershipleuten (das ist eine Schulgruppe, die solche Tage organisiert) abgehangen. Ich hab also ein paar Leute kennen gelernt und gewartet dass es 15.00 Uhr wurde um nach Hause zu fahren.

Fazit des Tages: Vormittag informativ, nachmittag überflüssig

 

Erster Schultag (3.9)

 

Da war er also, mein erster Schultag an der Highschool. Mein Schloss für meinen Spind (Locker) hatte ich schon am Vortag angebracht, nachdem ich mich ausführlich mit der Bedienung dieses Schlosses auseinander gesetzt hatte. Ich habe mir also mein Lunch gemacht [Sandwich, Jogurt und Brownie (so eine Art Schokokeks)] und dann hat Celeste uns zur Schule gefahren.

Die erste Stunde beginnt egtl um 7.55 Uhr, doch heute war wieder Assembly, wo uns der Principal (keine Ahnung was das heißt, ich glaube aber so eine Art Schulleiter) Mr. Solem begrüßt, uns die Regeln und die Änderungen erklärt und uns die Lehrer vorgestellt hat. Danach ging es in den Unterricht (auch wenn man das am ersten Tag nicht so nennen kann). Abgesehen von Mathe hat kein einziger Lehrer Unterricht gemacht, sondern es wurden nur Regeln erläutert und die Lehrer haben uns erklärt was sie für dieses Schuljahr geplant haben und was wir alles brauchen werden.

Es gab an diesem Tag nur drei Dinge, die mir erwähnenswert erscheinen.

1. Der Unterricht ist hier viel lockerer als in Deutschland. Bei Mrs. Thompson (Government 1. Stunde) saßen schon am Orientationtag die Leadershipleute auf dem Sofa und ihrem Schreibtischstuhl, haben ihre Telefonate angenommen oder ihren PC benutzt. Das wäre in Deutschland unvorstellbar! Doch ich dachte, das wäre wegen Orientation so. Keiner hat was zu tun und so weiter. Doch das setzt sich fort. Sowohl heute als auch die nächsten beiden Tage werden das Sofa und ihr Schreibtisch als Schülerpult genutzt. Auch Umherlaufen im Klassenraum ist hier wohl ganz normal. Ein wenig irritierend für mich, aber lustig Tongue out.

2. In Oceanography kamen Tim (der mit der Mütze aus New York) und ich etwas später und da die Klasse ziemlich groß ist waren die meisten Tische schon besetzt. Nur in der letzten Reihe war noch ein Tisch, jedoch ohne Stühle Undecided WIr haben uns also auf die Tische gesetzt und das schien Mrs Alfsen nicht im geringsten zu stören. Naja, ist halt relaxed hier Laughing

Das dritte passierte in der dritten Stunde (Pre-Calculus = Mathe). Am Morgen wurde uns noch erklärt:

– Schellt das Handy zum ersten Mal, kassiert der Lehrer es ein und der Schüler holt es sich am Ende des Tages wieder.

– Beim zweiten Mal holt es ein Elternteil.

– Beim dritten Mal können die Eltern es nach längerer Zeit abholen.

Und Eli (oder so ähnlich, es ist ein Junge Laughing) schaffte es schon in der dritten Stunde sein Handy abgeben zu müssen.

Naja, das waren die interessanten Dinge an diesem Tag.  In Mathe bin ich ganz gut mitgekommen, nur Spanisch wird wohl hart. Ist halt ihr zweites Jahr und mein erstes Embarassed. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffe.

Zudem habe ich mir heute noch die Unterlagen für Cross Country besorgt.

 

Schule und erstes Training (4-5.9)

 

4.9:

Heute zum ersten Mal wirklich Unterricht gehabt. Government müsste zu schaffen sein, wenn ich mich nicht zu doof anstelle. Mrs Thompson spricht nicht zu schnell, ich muss nur gucken wie schwer der Stoff ist. In dem heute geschriebenen Pre-Test (das ist ein Test der nicht zählt, der nur dazu dient zu erfahren wie weit die Klasse ist) habe ich 22 Punkte von ca 80 erhalten, aber das war ok. Die andere ATS (Austauschschülerin) aus meiner Klasse hatte nur 2 Laughing und der Kerl neben mir (ein Ami) hat es sogar geschafft nur 10 Punkte zu bekommen. Unser bester war Eli (ja, der mit dem Handy Tongue out) mit 47 Punkten. Ich war also verhältnismäßig zufrieden.

Oceanography war öde, wir haben einen Film zu Ende geguckt (Frau Hartfiels Schwester?!?!) und hatten Stühle!!!

Mathe war ok, habe alles verstanden und das macht Mut. Mit der Sprache klappt es hier sowieso besser als erwartet. Ich merke, dass ich mit jedem Tag mehr verstehe und es mir leichter fällt mich zu verständigen.

US History: Magill, der Lehrer zu mir: "Darf ich dich Boogieman nennen?" (so nennen die hier den Mann der unter dem Bett lauert). Ich: "Nein" Er: "Ok, ich nenn dich Boogiman, Boogieman." Toll, jetzt habe ich einen neuen Spitznamen Yell. Zu allem Überfluss auch hier einen Pre-Test geschrieben und den habe ich, glaube ich, voll verhauen. Ich wusste meistens voll nicht was er von mir wollte und darum musste ich raten Embarassed. Naja mal sehen.

English III mit Mr V(andehey) war ganz ok. Wir haben Ordner bekommen und sollten die gestalten (ich und Kunst, na dann gute Nacht. Ich hab mich an einer Deutschlandfahne versucht und meinen Namen draufgeschrieben Tongue out)

Recreational Sports: Locker für Sport gekriegt und das wars auch schon. Danach noch ein paar Körbe geworfen und weiter

Spanish II. Wir habe so ein "Lied" gesungen mit den Ländern von Mittelamerika und ihren Hauptstädten.

Noch kein Cross Country Practice, da heute ein Rennen ist. Und wenn wir gewinnen kriegen wir keine Hausaufgaben in Spanish auf, da sie CC Fan ist Laughing

 

Nachmittags war Jacob (Zachs Freund) da und wir haben ein bisschen Tischtennis gespielt (21:3 für mich Laughing), mein WLan ans laufen gekriegt und Assassins Creed gezockt. Zudem hab ich abends Crysis ausprobiert Smile Sehr geile Grafik und läuft ohne zu ruckeln.

Hab zudem erfahren, dass die Sportgebühr $ 75!!! beträgt. Naja ich kanns nicht ändern Frown

 

5.9:

Heute war Picture Day, das heißt es werden Bilder für den Schulausweis gemacht, weshalb kein richtiger Unterricht gemacht werden konnte, da nach dem Alphabet aufgerufen wurde und so jede Klasse immer ein paar Leute abstellen musste

Government: Test über die Lesehausaufgabe geschrieben. Hätte besser laufen können. Ich muss mich nächstes Mal besser konzentrieren beim Lesen.

Oceanography: erfahren, dass wir im Oktober zum Whalewatching an den Pazifik fahren.

Mathe: Nichts besonderes

US History: Test wiedergekriegt. 12!!! von 30 Punkten. Für die fröhliche Raterunde war das gut Smile Tim hatte nur 11 (YES!!!) und das beste Ergebnis waren 16 Punkte. Ich war also zufrieden. 

English III: Mr V Hat mit uns unvorbereitete Reden besprochen, selbst eine gehalten und die von uns bewerten lassen. Danach mussten zwei von uns eine halten.

Rec Sports: Fitness Test. Also Sit Ups, Liegestütze, Sprint, Koordination, Springen und noch was. Ich hab keine Lust jetzt alles genau zu erklären. War auf alle Fälle anstrengend Cool Anschließend noch Volleyball gespielt.

Spanish II: Bingo gespielt. War natürlich doof, da ich die Zahlen nicht kann. Aber hinten im Klassenraum hing eine Liste wo ich gucken konnte. Zudem keine Hausaufgaben aufgekriegt da unser Team gewonnen hat im CC.

Heute erstes Practice gehabt. Ich war nicht der einzige neue im Team. Auch ein ATS aus Frankreich macht jetzt CC. Wir sind fünf Meilen gelaufen und danach hat Coach Ken Tibeaud (das ist der Frenchman) und mir erklärt, was wir alles wissen sollten. Um 6.00 Uhr zu Hause gewesen, mit dem Rest der Familie Indiana Jones II geguckt, ein bisschen Crysis gezockt und dann ins Bett gegangen.

Morgen gehts zum Pazifik zum Training mit dem Cross Country Team. Ich weiß bis jetzt nur, dass es seeehr anstrengend sein soll. Naja, mal schauen.

Bis dann Matteo

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